Normalerweise wollte ich sowas nicht tun, aber gerade habe ich in meinem Mail-Fach eine interessante Nachricht gefunden, die ich einfach weitergeben muss: Der Filmfreak und GamePro-Leser (hehehe, sehr brav!) Michael Effenberger (alias "MikeDark") plant, einen Amateurfilm aus dem Bereich Horror zu drehen. Dabei soll es laut seiner Website in der Tradition von Olaf Ittenbach und Co ordentlich splattern. Um das Projekt ins Rollen zu bringen, werden Gleichgesinnte gesucht, die als Darsteller, Kameramann, Cutter usw. mitwirken möchten und im Raum Bayern/Allgäu wohnen. Gedreht wird am Wochenende, und außer dem Spaß an der Freude sollte man natürlich keine Entlohnung für die Arbeit erwarten.
Wer sich für das Projekt interessiert, surft auf www.md-production.de.vu oder www.md-films.de.vu vorbei.
Film-Reviews ohne Rücksicht auf Verluste und Anspruch: Angesehen wird (fast) alles - von Trash bis Mainstream. Ganz nach dem Motto "Gut ist, was mir gefällt". Die hier geäußerten Kommentare sind rein privater Natur und entsprechen nicht der Meinung von GamePro oder dem IDG Verlag.
Samstag, Januar 13, 2007
Sonntag, Januar 07, 2007
Punisher vs. Punisher
Gerade habe ich mir mal wieder "The Punisher" mit Dolph Lundgren reingezogen und dachte, dass ich ja eigentlich mal einen Vergleich zur Neuverfilmung des Stoffes mit Thomas Jane ziehen könnte. Im Nachhinein muss ich feststellen, dass die Idee zwar gut war, dabei aber ziemlich viel Text herausgekommen ist. Aber egal ... here we go! ;-)
The Punisher (1989)
Die erste Verfilmung des Marvel-Comics zeigt uns Dolph Lundgren (mit schwarz gefärbtem Haar und äußerst ungesunder Gesichtsfarbe) als schwer bewaffneten Vigilanten Frank Castle, der nach dem Anschlag auf seine Familie jeden Lebenswillen verloren hat und in einer Ein-Mann-Aktion alle Verbrecher bestrafen will. Sein Motto lautet: "Wenn du schuldig bist, bist du tot!" Um nicht von der Polizei gefunden zu werden, versteckt sich der in den Medien als "Punisher" bekannte Ex-Cop in den Abwasserkanälen New York Citys. Als Gianni Franco, der Mafiaboss und Drahtzieher des Anschlags auf die Castle-Familie, aus dem Exil zurückkehrt, spitzen sich die Dinge zu, da gleichzeitig auch die Yakuza, die japanische Mafia, in New York eintrifft und die kriminellen Aktivitäten komplett an sich reißen will. Es kommt zu einem Krieg zwischen Punisher, Mafia und Yakuza. Um diesen Krieg zu gewinnen, muss sich Castle sogar mit seinem schlimmsten Feind verbünden, als er schließlich das Hauptquartier der Japaner stürmt.
Comic-Nähe: Bis auf den Hauptcharakter hat die Verfilmung aus dem Jahr 1989 nicht viel mit der Vorlage zu tun. Selbst das bekannte Totenkopf-Logo darf Castle in dieser Version nicht tragen. Es kommt lediglich auf Dolchen zum Einsatz, die der Punisher mehrmals einsetzt. Laut Drehbuch sollte sich Castle das Logo vor dem Showdown auf eine kugelsichere Weste sprühen, doch den Produzenten war das zu Comic-like (wtf? Es handelt sich doch um eine Comic-Adaption, oder?). In einer subtileren, stilisierten Form taucht das Logo dennoch auf: Wer genau hinsieht, erkennt im Gesicht Lundgrens die Form des Totenkopfes. Bartstoppeln bilden auf der kalkweißen Gesichtshaut des Punishers die vertrauten Umrisse des Schädels.
Auf seinen damals in den Comics aktiven Sidekick Microchip, der ihn mit technischen Spielereien versorgte und sich um den "Battle Van" kümmerte (und den er kurz vor der Einstellung der Comic-Reihe eigenhändig umbrachte), muss Frank in der Film-Version verzichten. stattdessen hat man ihm als Informanten einen versoffenen Penner zur Seite gestellt, der ständig Shakespeare zitiert und nur in Reimen spricht. Kein guter Tausch! Ebenfalls neu sind Castles Gespräche mit Gott. Das passt einfach nicht zur Comic-Figur, verfehlt im Film aber nicht seine Wirkung. Schließlich wäre da noch der von Louis "für Geld mache ich alles" Gossett Jr. verkörperte Detective Berkowitz. Im Film ist er Franks Ex-Partner, der seit dem Anschlag auf der Suche nach ihm ist. Nur er ist davon überzeugt, dass Castle noch am Leben ist und sich als Punisher durch die Unterwelt mordet. Die Figur trat im Comic nie auf. Ebensowenig die Schurken Franco und Lady Tanaka.
Auch der Drehort ist mit Sydney, Australien, das als New York herhalten muss, denkbar schlecht gewählt, da die unverwechselbare Aura der US-Stadt zu keiner Zeit rüberkommt.
Insgesamt taugt der Film als Adaption relativ wenig, da bis auf die Motive der Hauptfigur keine Elemente des Comics übernommen wurden.
von 5 Totenschädeln
Unterhaltungsfaktor: "The Punisher" ist ein knallharter Actionfilm, der Ende der 80er noch einmal das zusammenfasste, was das Jahrzehnt vor allem unter den Fans härterer Ballerkost ausmachte: Blutige Shoot-Outs und lockere Sprüche. Zwar ziehen die Dialoge den Film nie ins Lächerliche, doch ab und an muss man doch darüber schmunzeln, was der Drehbuchschreiber den Figuren in den Mund legte. So antwortet Castle auf Berkowitz' Frage, wie er denn bitteschön 125 Morde in 5 Jahren rechtfertigen will, ganz trocken: "Vollstreckung. Was sonst?"
Die kompromisslosen Action-Szenen suchen teilweise auch heute noch ihresgleichen: Wenn der Punisher einen Angreifer aus nächster Nähe mit der Pumpgun wegpustet oder sich gegen Ende durch eine ganze Horde von Yakuza-Schurken metzelt, lacht das Herz des Action-Fans! Was die Mann-gegen-Mann-Kämpfe des Films so besonders macht, ist die Tatsache, dass sie nicht aufwendig choreographiert, sondern von den Darstellern improvisiert wurden. So verfehlen die unbewaffneten Fights zwar den Wow-Effekt gängiger Martial-Arts-Streifen, wirken aber authentisch und nachvollziehbarer.
Alles in allem ist der 89er "Punisher" ein Film, den man sich trotz der fehlenden Nähe zur Vorlage immer wieder ansehen kann, ohne dass Verschleißerscheinungen auftreten.




von 5 Totenschädeln
The Punisher (2004)
In der Neuauflage von 2004 präsentiert man uns Thomas Jane als Punisher: Als die Familie des ehemaligen FBI-Agenten Frank Castle bei einem von Mafiaboss Howard Saint (John Travolta) in Auftrag gegebenen Massaker ausradiert wird, schwört der einst lebensfrohe Mann blutige Rache. Nein, stopp! "Es ist keine Rache, es ist Bestrafung.", wie Castle im Film selbst sagt. Von aller Welt für tot gehalten, quartiert er sich in einer schäbigen Mietswohnung in Florida ein und schaltet nacheinander Saints Gefolgsleute aus, bis er schließlich zum großen Sturm auf die Zentrale des Verbrecherbosses bläst.
Comic-Nähe: Viele Szenen der Neuverfilmung wurden 1:1 aus den Marvel-Comics übernommen. Das ist zunächst einmal eine gute Sache und ein klarer Fortschritt zum Lundgren-Film von 1989. Allerdings werden hier zwei verschiedene Figuren durcheinandergewürfelt.
Da wäre zum einen der besessene, beinahe psychopathische Punisher aus den 80ern. Die entsprechenden Comics waren kaltschnäuzig und ohne aufgesetzt wirkenden, auflockernden Humor. Beispiele für Szenen aus dieser Ära sind die "Folterung" mit dem Schweißbrenner und dem Eis am Stiel, die aus der Serie "Punisher Warzone" (#1) übernommen wurde, und der abschließende Sturm auf Howard Saints Club, inklusive dem auf die Kevlar-Weste gemalten Totenkopf (aus der Graphic Novel "The Punisher: Year One").
Im krassen Gegensatz dazu stehen die Elemente, die man aus dem Neustart der Reihe übernommen hat. Hier werden vor allem Ereignisse aus der Miniserie "Welcome back, Frank" gezeigt. Dazu zählen im Wesentlichen die Nachbarn, denen man deutlich anmerkt, dass sie aus einer anderen Epoche stammen, sowie der Angriff des bulligen Russen. Sie tragen ganz deutlich die Handschrift des Comic-Autoren Garth Ennis, der von Marvel damit beauftragt wurde, den Punisher neu zu erfinden. Sein Frank Castle ist ein anderer als der altbekannte Rächer aus den 80ern. Das Universum des Ennis-Punishers ist übersät mit skurrilen Gestalten und schwelgt in übertriebener Gewaltdarstellung.
Dieser unpassende Mix zweier Figuren bricht der Adaption meiner Meinung nach das Genick. Entweder man entscheidet sich dazu, den Punisher als Menschen zu zeigen, wie man es im Lundgren-Film tat, oder man orientiert sich an der übertriebenen beinahe-Witzfigur, die Garth Ennis aus ihm gemacht hat. Beides zusammen passt einfach nicht!
Abgesehen davon hat man sich einige Freiheiten erlaubt: Castle ist nun kein Ex-Cop mehr, sondern ehemaliger FBI-Agent (warum auch immer), und die Handlung hat man kurzerhand vom düsteren New York ins sonnige Florida verlegt, da das besser ins Budget passte. Wie im Vorgängerfilm ist auch der Hauptbösewicht keine Figur aus dem Comic, sondern wurde speziell für den Film geschaffen. Auch die Tatsache, dass Frank sich der Öffentlichkeit präsentiert, als man ihn gemeinhin für tot hält, trägt nicht gerade zur Vorlagen-Nähe bei.
Wenigstens hat es diesmal aber das Punisher-Logo in den Film geschafft - wenngleich die Erklärung dafür eher dürftig ist: Castles Sohn schenkt ihm ein pechschwarzes T-Shirt mit weißem Totenkopf-Aufdruck, das ihn beschützen soll. Nach dem Anschlag auf die Familie treibt das T-Shirt im Wasser, und Frank nimmt es als einzige Erinnerung an sich. Was ist das denn bitte für ein Bullshit? Im Comic "Year One" taucht das Symbol erst vor dem Showdown auf, als der Punisher es sich wie im Film auf die kugelsichere Weste malt! Insgesamt ist die Nähe zur Vorlage zwar da, wird aber durch den unausgegorenen Mix zweier Universen beinahe wieder zerstört.


von 5 Totenschädeln
Unterhaltungsfaktor: Was nach dem ersten Sehen vor allem auffällt, ist die Tatsache, dass der Film gut 30 Minuten zu lang geworden ist. Zwar wird der Zuschauer immer wieder mit gut inszenierten, im positiven Sinne altmodischen Action-Einlagen bei der Stange gehalten, doch dazwischen ist einfach zu viel Leerlauf. Man hätte den Film deutlich straffen und vor allem nicht so schnarchig inszenieren sollen. Dann wäre ein brauchbarer Film dabei herausgekommen. In dieser Form kann ich mir das Ding aber beim besten Willen nicht öfter ansehen. In den USA existiert sogar noch eine Extended-Version, bei der ein für die Kinofassung entfernter Handlungsstrang eingefügt wurde. Noch länger? Noch mehr langweilige Handlungsszenen? Nein danke!

von 5 Totenschädeln
Wer ist der bessere Punisher?
Im direkten Vergleich entpuppt sich Dolph Lundgren als der bessere der beiden Kino-Punisher. Seine Darstellung der Figur als ausgebrannter, beinahe schon wahnsinniger Bestrafer der Schuldigen kommt der Comic-Vorlage relativ nahe, während man Thomas Jane den gebrochenen Familienvater, der zur Selbstjustiz greift, nicht ganz abnimmt. Das liegt zum Teil an Jane selbst, der ständig dreinschaut, als hätte er sich gerade in die Hose gemacht, aber außerdem auch am unausgegorenen Drehbuch, das Castle plump vom toughen Killer zum in Selbstmitleid ersaufenden Selbstmordkandidaten und wieder zurück verwandelt.
Dolph Lundgren:



von 5 Totenschädeln
Thomas Jane:


von 5 Totenschädeln
Finaler Punktestand
Wir haben einen Gewinner: Dolph Lundgren tritt seinem Leinwand-Nachfolger gehörig in den Allerwertesten! Nicht nur kommt die Darstellung der Figur des Punisher der Vorlage am nächsten, auch der 89er-Film an sich ist das unterhaltsamere der beiden Produkte. Dafür kann die Neuverfilmung allerdings in Sachen Comic-Nähe punkten.
The Punisher (1989)










(11 Totenschädel)
The Punisher (2004)







(8 Totenschädel)
Die erste Verfilmung des Marvel-Comics zeigt uns Dolph Lundgren (mit schwarz gefärbtem Haar und äußerst ungesunder Gesichtsfarbe) als schwer bewaffneten Vigilanten Frank Castle, der nach dem Anschlag auf seine Familie jeden Lebenswillen verloren hat und in einer Ein-Mann-Aktion alle Verbrecher bestrafen will. Sein Motto lautet: "Wenn du schuldig bist, bist du tot!" Um nicht von der Polizei gefunden zu werden, versteckt sich der in den Medien als "Punisher" bekannte Ex-Cop in den Abwasserkanälen New York Citys. Als Gianni Franco, der Mafiaboss und Drahtzieher des Anschlags auf die Castle-Familie, aus dem Exil zurückkehrt, spitzen sich die Dinge zu, da gleichzeitig auch die Yakuza, die japanische Mafia, in New York eintrifft und die kriminellen Aktivitäten komplett an sich reißen will. Es kommt zu einem Krieg zwischen Punisher, Mafia und Yakuza. Um diesen Krieg zu gewinnen, muss sich Castle sogar mit seinem schlimmsten Feind verbünden, als er schließlich das Hauptquartier der Japaner stürmt.
Comic-Nähe: Bis auf den Hauptcharakter hat die Verfilmung aus dem Jahr 1989 nicht viel mit der Vorlage zu tun. Selbst das bekannte Totenkopf-Logo darf Castle in dieser Version nicht tragen. Es kommt lediglich auf Dolchen zum Einsatz, die der Punisher mehrmals einsetzt. Laut Drehbuch sollte sich Castle das Logo vor dem Showdown auf eine kugelsichere Weste sprühen, doch den Produzenten war das zu Comic-like (wtf? Es handelt sich doch um eine Comic-Adaption, oder?). In einer subtileren, stilisierten Form taucht das Logo dennoch auf: Wer genau hinsieht, erkennt im Gesicht Lundgrens die Form des Totenkopfes. Bartstoppeln bilden auf der kalkweißen Gesichtshaut des Punishers die vertrauten Umrisse des Schädels.
Auf seinen damals in den Comics aktiven Sidekick Microchip, der ihn mit technischen Spielereien versorgte und sich um den "Battle Van" kümmerte (und den er kurz vor der Einstellung der Comic-Reihe eigenhändig umbrachte), muss Frank in der Film-Version verzichten. stattdessen hat man ihm als Informanten einen versoffenen Penner zur Seite gestellt, der ständig Shakespeare zitiert und nur in Reimen spricht. Kein guter Tausch! Ebenfalls neu sind Castles Gespräche mit Gott. Das passt einfach nicht zur Comic-Figur, verfehlt im Film aber nicht seine Wirkung. Schließlich wäre da noch der von Louis "für Geld mache ich alles" Gossett Jr. verkörperte Detective Berkowitz. Im Film ist er Franks Ex-Partner, der seit dem Anschlag auf der Suche nach ihm ist. Nur er ist davon überzeugt, dass Castle noch am Leben ist und sich als Punisher durch die Unterwelt mordet. Die Figur trat im Comic nie auf. Ebensowenig die Schurken Franco und Lady Tanaka.
Auch der Drehort ist mit Sydney, Australien, das als New York herhalten muss, denkbar schlecht gewählt, da die unverwechselbare Aura der US-Stadt zu keiner Zeit rüberkommt.
Insgesamt taugt der Film als Adaption relativ wenig, da bis auf die Motive der Hauptfigur keine Elemente des Comics übernommen wurden.
Unterhaltungsfaktor: "The Punisher" ist ein knallharter Actionfilm, der Ende der 80er noch einmal das zusammenfasste, was das Jahrzehnt vor allem unter den Fans härterer Ballerkost ausmachte: Blutige Shoot-Outs und lockere Sprüche. Zwar ziehen die Dialoge den Film nie ins Lächerliche, doch ab und an muss man doch darüber schmunzeln, was der Drehbuchschreiber den Figuren in den Mund legte. So antwortet Castle auf Berkowitz' Frage, wie er denn bitteschön 125 Morde in 5 Jahren rechtfertigen will, ganz trocken: "Vollstreckung. Was sonst?"
Die kompromisslosen Action-Szenen suchen teilweise auch heute noch ihresgleichen: Wenn der Punisher einen Angreifer aus nächster Nähe mit der Pumpgun wegpustet oder sich gegen Ende durch eine ganze Horde von Yakuza-Schurken metzelt, lacht das Herz des Action-Fans! Was die Mann-gegen-Mann-Kämpfe des Films so besonders macht, ist die Tatsache, dass sie nicht aufwendig choreographiert, sondern von den Darstellern improvisiert wurden. So verfehlen die unbewaffneten Fights zwar den Wow-Effekt gängiger Martial-Arts-Streifen, wirken aber authentisch und nachvollziehbarer.
Alles in allem ist der 89er "Punisher" ein Film, den man sich trotz der fehlenden Nähe zur Vorlage immer wieder ansehen kann, ohne dass Verschleißerscheinungen auftreten.
In der Neuauflage von 2004 präsentiert man uns Thomas Jane als Punisher: Als die Familie des ehemaligen FBI-Agenten Frank Castle bei einem von Mafiaboss Howard Saint (John Travolta) in Auftrag gegebenen Massaker ausradiert wird, schwört der einst lebensfrohe Mann blutige Rache. Nein, stopp! "Es ist keine Rache, es ist Bestrafung.", wie Castle im Film selbst sagt. Von aller Welt für tot gehalten, quartiert er sich in einer schäbigen Mietswohnung in Florida ein und schaltet nacheinander Saints Gefolgsleute aus, bis er schließlich zum großen Sturm auf die Zentrale des Verbrecherbosses bläst.
Comic-Nähe: Viele Szenen der Neuverfilmung wurden 1:1 aus den Marvel-Comics übernommen. Das ist zunächst einmal eine gute Sache und ein klarer Fortschritt zum Lundgren-Film von 1989. Allerdings werden hier zwei verschiedene Figuren durcheinandergewürfelt.
Da wäre zum einen der besessene, beinahe psychopathische Punisher aus den 80ern. Die entsprechenden Comics waren kaltschnäuzig und ohne aufgesetzt wirkenden, auflockernden Humor. Beispiele für Szenen aus dieser Ära sind die "Folterung" mit dem Schweißbrenner und dem Eis am Stiel, die aus der Serie "Punisher Warzone" (#1) übernommen wurde, und der abschließende Sturm auf Howard Saints Club, inklusive dem auf die Kevlar-Weste gemalten Totenkopf (aus der Graphic Novel "The Punisher: Year One").
Im krassen Gegensatz dazu stehen die Elemente, die man aus dem Neustart der Reihe übernommen hat. Hier werden vor allem Ereignisse aus der Miniserie "Welcome back, Frank" gezeigt. Dazu zählen im Wesentlichen die Nachbarn, denen man deutlich anmerkt, dass sie aus einer anderen Epoche stammen, sowie der Angriff des bulligen Russen. Sie tragen ganz deutlich die Handschrift des Comic-Autoren Garth Ennis, der von Marvel damit beauftragt wurde, den Punisher neu zu erfinden. Sein Frank Castle ist ein anderer als der altbekannte Rächer aus den 80ern. Das Universum des Ennis-Punishers ist übersät mit skurrilen Gestalten und schwelgt in übertriebener Gewaltdarstellung.
Dieser unpassende Mix zweier Figuren bricht der Adaption meiner Meinung nach das Genick. Entweder man entscheidet sich dazu, den Punisher als Menschen zu zeigen, wie man es im Lundgren-Film tat, oder man orientiert sich an der übertriebenen beinahe-Witzfigur, die Garth Ennis aus ihm gemacht hat. Beides zusammen passt einfach nicht!
Abgesehen davon hat man sich einige Freiheiten erlaubt: Castle ist nun kein Ex-Cop mehr, sondern ehemaliger FBI-Agent (warum auch immer), und die Handlung hat man kurzerhand vom düsteren New York ins sonnige Florida verlegt, da das besser ins Budget passte. Wie im Vorgängerfilm ist auch der Hauptbösewicht keine Figur aus dem Comic, sondern wurde speziell für den Film geschaffen. Auch die Tatsache, dass Frank sich der Öffentlichkeit präsentiert, als man ihn gemeinhin für tot hält, trägt nicht gerade zur Vorlagen-Nähe bei.
Wenigstens hat es diesmal aber das Punisher-Logo in den Film geschafft - wenngleich die Erklärung dafür eher dürftig ist: Castles Sohn schenkt ihm ein pechschwarzes T-Shirt mit weißem Totenkopf-Aufdruck, das ihn beschützen soll. Nach dem Anschlag auf die Familie treibt das T-Shirt im Wasser, und Frank nimmt es als einzige Erinnerung an sich. Was ist das denn bitte für ein Bullshit? Im Comic "Year One" taucht das Symbol erst vor dem Showdown auf, als der Punisher es sich wie im Film auf die kugelsichere Weste malt! Insgesamt ist die Nähe zur Vorlage zwar da, wird aber durch den unausgegorenen Mix zweier Universen beinahe wieder zerstört.
Unterhaltungsfaktor: Was nach dem ersten Sehen vor allem auffällt, ist die Tatsache, dass der Film gut 30 Minuten zu lang geworden ist. Zwar wird der Zuschauer immer wieder mit gut inszenierten, im positiven Sinne altmodischen Action-Einlagen bei der Stange gehalten, doch dazwischen ist einfach zu viel Leerlauf. Man hätte den Film deutlich straffen und vor allem nicht so schnarchig inszenieren sollen. Dann wäre ein brauchbarer Film dabei herausgekommen. In dieser Form kann ich mir das Ding aber beim besten Willen nicht öfter ansehen. In den USA existiert sogar noch eine Extended-Version, bei der ein für die Kinofassung entfernter Handlungsstrang eingefügt wurde. Noch länger? Noch mehr langweilige Handlungsszenen? Nein danke!
Wer ist der bessere Punisher?
Im direkten Vergleich entpuppt sich Dolph Lundgren als der bessere der beiden Kino-Punisher. Seine Darstellung der Figur als ausgebrannter, beinahe schon wahnsinniger Bestrafer der Schuldigen kommt der Comic-Vorlage relativ nahe, während man Thomas Jane den gebrochenen Familienvater, der zur Selbstjustiz greift, nicht ganz abnimmt. Das liegt zum Teil an Jane selbst, der ständig dreinschaut, als hätte er sich gerade in die Hose gemacht, aber außerdem auch am unausgegorenen Drehbuch, das Castle plump vom toughen Killer zum in Selbstmitleid ersaufenden Selbstmordkandidaten und wieder zurück verwandelt.
Dolph Lundgren:
von 5 Totenschädeln
Thomas Jane:
von 5 Totenschädeln
Finaler Punktestand
Wir haben einen Gewinner: Dolph Lundgren tritt seinem Leinwand-Nachfolger gehörig in den Allerwertesten! Nicht nur kommt die Darstellung der Figur des Punisher der Vorlage am nächsten, auch der 89er-Film an sich ist das unterhaltsamere der beiden Produkte. Dafür kann die Neuverfilmung allerdings in Sachen Comic-Nähe punkten.
Donnerstag, Dezember 21, 2006
Frohe Weihnachten und guten Rutsch!
So, für den Rest des Jahres wird's keine Updates mehr geben. Daher wünsche ich euch allen (auch dir, king kong!) ein frohes Fest und einen guten Rutsch ins Jahr 2007!

Dienstag, Dezember 19, 2006
Meine Top Ten der besten Weihnachtsfilme
Passend zum Fest dachte ich mir, ich stelle mal eine Liste mit meinen persönlichen Lieblings-Weihnachtsfilmen auf. Ist mir egal, ob das irgend jemanden interessiert ... hier ist sie jedenfalls ;-)
10. Fröhliche Weihnacht
Serienkiller bringt Männer im Weihnachtsmann-Kostüm um die Ecke. Eigentlich ziemlich blöde, aber die Thematik ist gerade zur Weihnachtszeit immer wieder schön ;-)
09. Last Boy Scout
Okay, Weihnachten findet nur nebenbei statt, aber da Satan Claus immer noch unterwegs ist und es sich um einen meiner absoluten Lieblingsfilme handelt, musste er in die Liste!
08. Die Muppets Weihnachtsgeschichte
Ich steh total auf die Muppets. Und jeder Film mit Gonzo ist ein guter Film! Das Ding ist voll mit typischem Muppets-Humor, so dass man immer wieder gerne einschaltet.
07. Die Hard 2
Okay ... Terroristen und explodierende Flugzeuge sind eigentlich alles andere als weihnachtlich - aber wenn dem selben Mann die selbe Scheisse ein zweites Mal passiert, drückt man beide Augen zu ;-)
06. Lethal Weapon
Mel Gibson und Danny Glover ermitteln zu "Jingle Bell Rock", und dürfen gegen Ende Glovers Wohnzimmer samt Weihnachtsbaum zur Hölle jagen. Auch ohne Weihnachten ein herrlicher Film.
05. Bad Santa
Billy Bob Thornton in Höchstform. Herrlich böse und schwarzhumorig. Wer den nicht kennt, sollte die Bildungslücke unbedingt schließen.
04. Tödliche Weihnachten - The Long Kiss Goodnight
Drehbuchautor Shane Black muss irgendeinen Weihnachtstick haben: Die meisten seiner Filme spielen zur Weihnachtszeit (Last Boy Scout, Lethal Weapon, Kiss Kiss Bang Bang). Wenn dabei ein mit Sprüchen gespicktes Action-Feuerwerk wie dieses rauskommt, verzeihe ich gerne auch Geena Davis in der Hauptrolle.
03. Die Geister, die ich rief
Nach dem Muppets-Film schon wieder ein Version der Scrooge-Geschichte. Diesmal mit einem Bill Murray in Höchstform. Leider stört seine ungewohnte deutsche Synchronstimme etwas, aber coole Sprüche gibt's jede Menge.
2. Schöne Bescherung
01. Die Hard
"Now I have a machine gun. Ho! Ho! Ho!" Wenn sich Bruce Willis im blutbeschmierten Unterhemd durch ein Hochhaus ballert und dabei Sprüche reißt, können mir alle "ernsthaften" Weihnachtsfilme gestohlen bleiben. Okay, das können sie bis auf einige Ausnahmen sowieso, aber Bruce rockt einfach die Hütte! Wird's eben ein lauter Weihnachtsabend. Mir doch egal ;-)
10. Fröhliche Weihnacht
Serienkiller bringt Männer im Weihnachtsmann-Kostüm um die Ecke. Eigentlich ziemlich blöde, aber die Thematik ist gerade zur Weihnachtszeit immer wieder schön ;-)
09. Last Boy Scout
Okay, Weihnachten findet nur nebenbei statt, aber da Satan Claus immer noch unterwegs ist und es sich um einen meiner absoluten Lieblingsfilme handelt, musste er in die Liste!
08. Die Muppets Weihnachtsgeschichte
Ich steh total auf die Muppets. Und jeder Film mit Gonzo ist ein guter Film! Das Ding ist voll mit typischem Muppets-Humor, so dass man immer wieder gerne einschaltet.
07. Die Hard 2
Okay ... Terroristen und explodierende Flugzeuge sind eigentlich alles andere als weihnachtlich - aber wenn dem selben Mann die selbe Scheisse ein zweites Mal passiert, drückt man beide Augen zu ;-)
06. Lethal Weapon
Mel Gibson und Danny Glover ermitteln zu "Jingle Bell Rock", und dürfen gegen Ende Glovers Wohnzimmer samt Weihnachtsbaum zur Hölle jagen. Auch ohne Weihnachten ein herrlicher Film.
05. Bad Santa
Billy Bob Thornton in Höchstform. Herrlich böse und schwarzhumorig. Wer den nicht kennt, sollte die Bildungslücke unbedingt schließen.
04. Tödliche Weihnachten - The Long Kiss Goodnight
Drehbuchautor Shane Black muss irgendeinen Weihnachtstick haben: Die meisten seiner Filme spielen zur Weihnachtszeit (Last Boy Scout, Lethal Weapon, Kiss Kiss Bang Bang). Wenn dabei ein mit Sprüchen gespicktes Action-Feuerwerk wie dieses rauskommt, verzeihe ich gerne auch Geena Davis in der Hauptrolle.
03. Die Geister, die ich rief
Nach dem Muppets-Film schon wieder ein Version der Scrooge-Geschichte. Diesmal mit einem Bill Murray in Höchstform. Leider stört seine ungewohnte deutsche Synchronstimme etwas, aber coole Sprüche gibt's jede Menge.
2. Schöne Bescherung
Der ultimative Weihnachtsfilm im herkömmlichen Sinne: Schräger Humor mit Chevy Chase und seiner Film-Familie. Sehr vergnügliche Parodie auf den amerikanischen Weihnachts-Wahnsinn, der auch hierzulande immer weiter Einzug hält. Kommt jedes Jahr in der Vorweihnachtszeit auf RTL 2. Sollte man definitiv gesehen haben!
01. Die Hard
"Now I have a machine gun. Ho! Ho! Ho!" Wenn sich Bruce Willis im blutbeschmierten Unterhemd durch ein Hochhaus ballert und dabei Sprüche reißt, können mir alle "ernsthaften" Weihnachtsfilme gestohlen bleiben. Okay, das können sie bis auf einige Ausnahmen sowieso, aber Bruce rockt einfach die Hütte! Wird's eben ein lauter Weihnachtsabend. Mir doch egal ;-)
Sonntag, Dezember 10, 2006
Super-Set für Superman / Shorties
Mein heutiger Abend stand ganz im Zeichen des Man of Steel: Bei meinem traditionellen Wochenend-Streifzug durch die DVD-Abteilungen der Münchner Innenstadt sah ich im Müller nämlich die 13-Disc-Blechbox mit allen "Superman"-Filmen stehen. Klar, als Fan muss man das Ding haben! Also Kreditkarte gezückt und 80 Euro gegen die Box getauscht.
Als erstes musste ich mir natürlich den Donner-Cut von "Superman 2" ansehen. Natürlich ist klar, dass die neue Version nicht Donners gesamte ursprüngliche Vision widerspiegelt, aber im Vergleich zum bekannten, "alten" Film handelt es sich um eine deutliche Steigerung. Was vorher ein recht holpriger Anschluss an den ersten Teil war, wird nun zu einer würdigen Fortsetzung. Logisch, dass der Donner-Cut nicht frei von Fehlern ist, da Richard Donner nur knapp 70% fertigstellen konnte, bevor er gefeuert und durch Richard Lester ersetzt wurde, der große Teile der Geschichte umschrieb und bereits vorhandene Szenen nachdrehen ließ. Aber damit kann man leben. Schon amüsant, zu welchen Mitteln gegriffen wurde, um Szenen zu integrieren, die nie gedreht wurden: Für die ursprünglich geplante Geheimnis-Enthüllung vor Lois griff man einfach auf einen Screen-Test zurück, der zufällig diese Szene zum Inhalt hatte.
Anschließend habe ich mir natürlich noch die Doku angesehen und mich dann weiter vorgearbeitet. Auf "Superman 3" hatte ich allerdings bereits beim ersten Auftritt von Richard Pryor keinen Bock mehr, den grottigen "Superman 4", den ich besser in Erinnerung hatte, habe ich mir im Schnelldurchlauf angesehen und mich dann noch durch die Deleted Scenes gearbeitet, da ich hoffte, hier noch einige Fragmente zu entdecken, die einen besseren Film daraus machen könnten. Pustekuchen! War schon okay, dass man die knapp 30 Minuten (? weiß nicht mehr genau) entfernt hat. "Superman Returns" hab ich mir übrigens gespart. Werde aber noch ins Bonusmaterial reinschauen. Höhepunkt der Box sind die letzten beiden Discs: "Look, up in the Sky!" und "You will believe" sind Dokus über die Hintergründe der Filme und der "Superman"-Saga an sich. Sehr interessant, wenn auch im ersteren Fall etwas zu stark auf "Superman Returns" konzentriert (naja, was soll man machen ... immerhin hat Bryan Singer das Ding produziert!). Ein Abschnitt behandelt übrigens die Hexenjagd auf Comics aus den 50ern, die teilweise mit denselben Argumenten geführt wurde, wie die aktuelle Debatte um "Killerspiel"-Verbote. Andere Zeit, anderes Medium, selber Humbug!
Shorties
King Kong: Extended Edition (DVD)
Tja, das isse nun ... die sagenumwobene längere Fassung. Der Film ist jetzt halt noch etwas länger, wird dadurch aber nicht besser. Ich kapier nicht, warum Peter Jackson nicht den unsagbar belanglosen Anfang verkürzt hat. Im Audiokommentar wird zu den entfernten Actionszenen auf der Insel gesagt, dass der Film für's Kino zu lang war, und man eben etwas rausschneiden musste. Da hat's dann halt zwei wirklich exzellent gemachte Kampfszenen getroffen, statt der einstündigen Überfahrt. Hallo? Jemand zuhause? Denk nach, McFly! Aber was reg ich mich auf ...
3,5 von 5
Ab durch die Hecke (DVD)
Hab ich mir wegen Bruce Willis ausgeliehen. Eigentlich steh ich ja überhaupt nicht auf computeranimierte Familienfilme. Und wurde hiermit wieder bestätigt. Die Streifen sind vom Humor und der Handlung her alle so austauschbar! Naja, immerhin hatte Waschbär-Bruce einige nette Szenen.
2,0 von 5
Final Fantasy VII - Advent Children (DVD)
Ja, ich weiß: Man muss Fan des Spiels sein, um dem Film was abgewinnen zu können. Aber das Spiel mochte ich überhaupt nicht. Deshalb kann ich den Film nur als das sehen, was er in meinen Augen ist: ziemlich lauter, genial animierter Blödsinn. Die Actionszenen sind ja toll, keine Frage, aber man sollte sich auch eine einigermaßen sinnvolle Handlung aus den Fingern saugen, wenn man ein derartiges Projekt angeht. "Advent Children" ist storymäßig nichts anderes, als ein verdammt teurer B-Film. Sagt mir nicht besonders zu, aber ich kann durchaus verstehen, wenn Fans drauf abfahren.
3,0 von 5
The Sopranos - Road to Respect (PS2)
Premiere: Ein PlayStation-2-Spiel in der Trashcorner! Ich will nur die Gelegenheit nutzen, alle "Sopranos"-Fans vor diesem hingerotzten, einfallslosen, holprig animierten und dauerruckelnden Stück Softwaremüll zu warnen. Eigentlich dachte ich, schlimmer als "Reservoir Dogs" kann eine Schnellschuss-Lizenz-Versoftung nicht werden. Aber hier ist der Beweis. Schlimmer geht immer! Auch wenn die Original-Sprecher beteiligt sind und die USK wegen der Gewaltdarstellung eine Freigabe verweigerte: KAUFT ES NICHT! NIIIIICHT!
0,5 von 5
Als erstes musste ich mir natürlich den Donner-Cut von "Superman 2" ansehen. Natürlich ist klar, dass die neue Version nicht Donners gesamte ursprüngliche Vision widerspiegelt, aber im Vergleich zum bekannten, "alten" Film handelt es sich um eine deutliche Steigerung. Was vorher ein recht holpriger Anschluss an den ersten Teil war, wird nun zu einer würdigen Fortsetzung. Logisch, dass der Donner-Cut nicht frei von Fehlern ist, da Richard Donner nur knapp 70% fertigstellen konnte, bevor er gefeuert und durch Richard Lester ersetzt wurde, der große Teile der Geschichte umschrieb und bereits vorhandene Szenen nachdrehen ließ. Aber damit kann man leben. Schon amüsant, zu welchen Mitteln gegriffen wurde, um Szenen zu integrieren, die nie gedreht wurden: Für die ursprünglich geplante Geheimnis-Enthüllung vor Lois griff man einfach auf einen Screen-Test zurück, der zufällig diese Szene zum Inhalt hatte.
Anschließend habe ich mir natürlich noch die Doku angesehen und mich dann weiter vorgearbeitet. Auf "Superman 3" hatte ich allerdings bereits beim ersten Auftritt von Richard Pryor keinen Bock mehr, den grottigen "Superman 4", den ich besser in Erinnerung hatte, habe ich mir im Schnelldurchlauf angesehen und mich dann noch durch die Deleted Scenes gearbeitet, da ich hoffte, hier noch einige Fragmente zu entdecken, die einen besseren Film daraus machen könnten. Pustekuchen! War schon okay, dass man die knapp 30 Minuten (? weiß nicht mehr genau) entfernt hat. "Superman Returns" hab ich mir übrigens gespart. Werde aber noch ins Bonusmaterial reinschauen. Höhepunkt der Box sind die letzten beiden Discs: "Look, up in the Sky!" und "You will believe" sind Dokus über die Hintergründe der Filme und der "Superman"-Saga an sich. Sehr interessant, wenn auch im ersteren Fall etwas zu stark auf "Superman Returns" konzentriert (naja, was soll man machen ... immerhin hat Bryan Singer das Ding produziert!). Ein Abschnitt behandelt übrigens die Hexenjagd auf Comics aus den 50ern, die teilweise mit denselben Argumenten geführt wurde, wie die aktuelle Debatte um "Killerspiel"-Verbote. Andere Zeit, anderes Medium, selber Humbug!
Shorties
King Kong: Extended Edition (DVD)
Tja, das isse nun ... die sagenumwobene längere Fassung. Der Film ist jetzt halt noch etwas länger, wird dadurch aber nicht besser. Ich kapier nicht, warum Peter Jackson nicht den unsagbar belanglosen Anfang verkürzt hat. Im Audiokommentar wird zu den entfernten Actionszenen auf der Insel gesagt, dass der Film für's Kino zu lang war, und man eben etwas rausschneiden musste. Da hat's dann halt zwei wirklich exzellent gemachte Kampfszenen getroffen, statt der einstündigen Überfahrt. Hallo? Jemand zuhause? Denk nach, McFly! Aber was reg ich mich auf ...
3,5 von 5
Ab durch die Hecke (DVD)
Hab ich mir wegen Bruce Willis ausgeliehen. Eigentlich steh ich ja überhaupt nicht auf computeranimierte Familienfilme. Und wurde hiermit wieder bestätigt. Die Streifen sind vom Humor und der Handlung her alle so austauschbar! Naja, immerhin hatte Waschbär-Bruce einige nette Szenen.
2,0 von 5
Final Fantasy VII - Advent Children (DVD)
Ja, ich weiß: Man muss Fan des Spiels sein, um dem Film was abgewinnen zu können. Aber das Spiel mochte ich überhaupt nicht. Deshalb kann ich den Film nur als das sehen, was er in meinen Augen ist: ziemlich lauter, genial animierter Blödsinn. Die Actionszenen sind ja toll, keine Frage, aber man sollte sich auch eine einigermaßen sinnvolle Handlung aus den Fingern saugen, wenn man ein derartiges Projekt angeht. "Advent Children" ist storymäßig nichts anderes, als ein verdammt teurer B-Film. Sagt mir nicht besonders zu, aber ich kann durchaus verstehen, wenn Fans drauf abfahren.
3,0 von 5
The Sopranos - Road to Respect (PS2)
Premiere: Ein PlayStation-2-Spiel in der Trashcorner! Ich will nur die Gelegenheit nutzen, alle "Sopranos"-Fans vor diesem hingerotzten, einfallslosen, holprig animierten und dauerruckelnden Stück Softwaremüll zu warnen. Eigentlich dachte ich, schlimmer als "Reservoir Dogs" kann eine Schnellschuss-Lizenz-Versoftung nicht werden. Aber hier ist der Beweis. Schlimmer geht immer! Auch wenn die Original-Sprecher beteiligt sind und die USK wegen der Gewaltdarstellung eine Freigabe verweigerte: KAUFT ES NICHT! NIIIIICHT!
0,5 von 5
Abonnieren
Posts (Atom)