Samstag, März 10, 2007

Pathfinder

Da ich auf "Heimaturlaub" in Hessen war, gab es außer dem Bild von meinem Kurztrip nach Athen nicht viel zu sehen in letzter Zeit. Natürlich hab ich mir aber nicht nur einen schönen Lenz gemacht, sondern auch Filme angesehen. Einen davon werde ich jetzt besprechen. Weil ich gerade nichts besseres zu tun habe. ;)

Wikinger, Schwerter, Muskeln, Gemetzel ... was soll da schon schief gehen? Mit dieser Erwartungshaltung bin ich ins Kino gegangen, um mir Marcus Nispels ("Texas Chainsaw Massacre" Remake) neuestes Werk "Pathfinder" anzusehen. Der Trailer hat durchaus Appetit auf mehr gemacht: Düstere Bilder, viel Schwertgeklirre und ordentlich Blut. "Freigegeben ab 18 Jahren" lautet der reisserische Schlusssatz der TV-Werbung. Na prima!

Ich mag Karl Urban. Seine Rolle als Held der Spieleverfilmung "Doom" war cool, ebenso hat er die Auftritte in "Herr der Ringe" und "Die Bourne Verschwörung" souverän gemeistert. In "Pathfinder" gibt er den Sohn eines Wikingers, der von Indianern aufgezogen wurde. Erst im Abspann erfährt man übrigens, dass die Figur "Ghost" heißt. Ich mag auch Clancy Brown. Unvergessen als diabolischer Gegenspieler von Connor MacLeod in "Highlander" oder Ausbilder Zimm in "Starship Troopers". Irgendwie mag ich sogar Ralf Möller, der hier mit obertrashigem Make-Up als grimmiger Handlanger agiert. Dummerweise hat keiner der Darsteller die Möglichkeit, seiner Figur so etwas wie Persönlichkeit zu verleihen. Bei Urban scheitert es scheinbar an der Motivation (oder doch dem mangelnden Talent?), denn genügend Screentime und Potenzial sind vorhanden, die anderen Charaktere leiden unter dem unglaublich oberflächlichen Drehbuch und der Wikinger-Verkleidung, da sie ständig mit voller Panzerung und riesigen Helmen rumlaufen. Überhaupt sind die Wikinger, die in "Pathfinder" etwas unmotiviert auf den Kriegspfad gehen, um scheinbar ohne triftigen Grund Indianer abzuschlachten, dank der an sich sehr coolen Rüstungen ziemlich austauschbare, gesichtslose Fieslinge. Nicht viel anders verhält es sich mit den amerikanischen Ureinwohnern: Der Zuschauer kann keine emotionale Bindung zu den Figuren aufbauen, und so ist es letztenendes völlig egal, wenn ein ganzer Trupp von ihnen in eine von Urban nach Rambo-Vorbild vorbereitete Falle tappst und elendig krepiert. Was normalerweise eine verdammt tragische Wendung mit einer Möglichkeit zur Vertiefung des Ghost-Charakters gewesen wäre, verkommt durch das miserable Drehbuch und die einfallslose Regie Nispels zu einer Szene, die (zumindest mich) völlig kalt gelassen hat. Der ganze Film plätschert unbeholfen vor sich hin, wird mal langweilig, mal ärgerlich, aber nie spannend. Überhaupt leidet der Film stark unter dem untalentierten Regisseur, der es nicht schafft, die Kämpfe, die ja eigentlich das Salz in der Suppe sein sollten, spannend zu inszenieren oder seine Darsteller ordentlich zu führen. Auch der Schnitt ist sehr konfus, ja bisweilen sogar stümperhaft, und Gift für die an sich gut gefilmten Bilder. Der Abschuss ist dann das Finale, das aus einem unspannenden Gerangel an einer Felswand besteht und mit peinlichen Archiv-Aufnahmen von Lawinen sowie unsäglichen Computertricks "verfeinert" wurde. So etwas sieht man eigentlich nur bei billigen Videopremieren! Ach ja: Und wieso zum Teufel spricht Ghost nach 15 Jahren bei den Indianern noch fließend und akzentfrei "Wikingisch"?

Fazit: Ich habe mich über das rausgeworfene Geld geärgert. Der Film hat im Kino nichts zu suchen und wäre in einem Videotheken-Regal besser aufgehoben.


Wertung: 2 von 5

Freitag, März 02, 2007

Mein neuer bester Freund

Das ist Kratos. Groß, muskulös und von Beruf Kriegsgott. Wer mir dumm kommt, darf mit ihm tanzen - Kratos ist Meister der tanzenden Klingen.
Das Bild stammt vom Sony-Event zum Spiel "God of War 2", der in Athen stattfand. Ich zeige übrigens nicht auf sein sicher mächtiges Gemächt *g*, sondern mein "God of War"-T-Shirt.

Freitag, Februar 23, 2007

Highlander - The Source


Überraschend ist in Russland eine DVD des neuesten "Highlander"-Films aufgetaucht. Überraschend deshalb, weil der US-Start erst auf September 2007 angesetzt ist, und die Produzenten angeblich gerade erst angefangen haben, den Film zu schneiden und nachzubearbeiten. Als alter "Highlander"-Fan konnte ich natürlich nicht widerstehen und habe mir das Werk besorgt.
Während der Drehphase sind ja immer wieder Bilder vom Set und Berichte der Beteiligten aufgetaucht. Die Bilder haben mich doch etwas skeptisch gemacht, und auch der Drehort Lithauen ließ bei mir sämtliche Alarmglocken auf einmal schrillen. Das roch alles stark nach dem, was uns die B-Schmiede Nu Image immer wieder vorsetzt: billige Ostblock-Kulissen und sehr geringes Budget. Aber mal schauen, was draus geworden ist ...

Die Geschichte spielt in der "nahen Zukunft" (Warum? Teil 2 hat uns doch gezeigt, dass das nicht funktioniert!) und dreht sich um die geheimnisvolle "Quelle", den angeblichen Ursprung der Unsterblichen, der alle 10.000 Jahre dank einer besonderen Sternenkonstellation in einem Wald in Lithauen auftaucht. Aus irgendeinem Grund hat Anna, die Ex-Frau von Duncan MacLeod Visionen und fühlt sich zu dem Ort hingezogen. Zusammen mit Duncan, Methos, Joe Dawson und zwei weiteren Unsterblichen macht sie sich denn auch auf die Suche. Dummerweise taucht zusammen mit der Quelle auch der Wächter derselben auf, der sich an die Fährte der Gruppe heftet, um zu verhindern, dass die Unsterblichen fündig werden. Nach und nach müssen die "Gefährten" dran glauben. Irgendwann treffen sie dann auf eine Bande von angeblichen Kannibalen, die aber aussehen wie eine stinknormale, runtergekommene Motorrad-Gang. Durch die Nähe zur Quelle mittlerweile zu Sterblichen geworden, wird der Trupp gefangen genommen. Der Wächter entführt Anna, und wie zu erwarten macht sich Duncan allein auf die Suche nach ihr und der Quelle. Schließlich kommt es zum Duell zwischen ihm und dem Wächter.

Zumindest der Look von "Highlander - The Source" hat meine Befürchtungen gleich zu 100% bestätigt: Alles wirkt so merkwürdig vertraut, wenn man die letzten 50 Seagal-Videopremieren gesehen hat (okay, es waren nicht ganz 50). Ich werde mich wahrscheinlich nie an Ostblock-Hinterhöfe und -Wälder gewöhnen. Der ganze Streifen wirkt von vorne bis hinten billig. Selbst die Schwertkämpfe und Action-Szenen sind im Vergleich zu den vier Vorgänger-Filmen nur dritte Wahl. Schade, eigentlich ist Regisseur Brett Leonard ("Virtuosity") ja keine totale Nulpe.
Auch die Darsteller wirken größtenteils verwirrt und scheinen gar nicht so richtig zu wissen, was gerade abgeht. Vermutlich musste aufgrund des knappen Budgets einiges improvisiert werden. Da bleibt von der ursprünglich doch recht epischen Story nicht allzu viel übrig. Was mir total auf den Senkel geht, ist die Figur des Wächters: Der Kerl ist in ein merkwürdiges Lederkostüm gehüllt und scheint langsam zu verwesen. Er sollte vermutlich mal das werden, was Kurgan im ersten Film war. Anstatt bedrohlich zu wirken, ist er aber eher ein schwertschwingender Kasper geworden, der durch seine blöden Sprüche und die unpassenden Verwisch-Effekte bei Bewegungen (er kann sich schneller als ein normaler Mensch bewegen) einfach nur nervt.
Wollte ich den Film über seine gesamte Laufzeit eigentlich gut finden (einige Stellen haben sogar den Hoffnungsschimmer auf Größeres geweckt), war es beim unspektakulären Endkampf in einer billigen Sandgruben-Kulisse dann endgültig zu spät. Mein Urteil zum fünften "Highlander" fällt vernichtend aus. Auch wenn es sich bei der russischen DVD nur um einen Rohschnitt handeln sollte (dafür sah die Version allerdings ziemlich "fertig" aus): Ich wage zu bezweifeln, dass der Film in den USA oder in Deutschland in die Kinos kommen wird. Nicht einmal Highlight wird sich trauen, sowas auf die Leinwand zu bringen. Wenn ich mir das ganze Gequatsche über eine geplante Trilogie auf Basis dieses Films ins Gedächtnis rufe, wird mir schlecht. Zum Glück kann der Film für sich stehen, sodass weitere Schändungen der Reihe nicht nötig sind. Allerdings lautet der letzte Satz des Films "He is the one". Kann also sein, dass es bei einem erfolgreichen (DVD-) Start von "The Source" mit dem "Auserwählten" (nein, nicht Duncan!) weitergeht.

Fazit: Da sahen selbst einige Serienfolgen teurer aus. Schade! Ich hätte mir nach dem vierten Teil einen guten Film mit dem Serien-Highlander gewünscht.

Wertung: 1,5 von 5

Samstag, Februar 17, 2007

The Marine & Saw 3

Da ich noch 14 Seiten fürs Heft schreiben muss, kann ich leider nur Kurzreviews zu den Filmen verfassen. Aber es kommen auch wieder ruhigere Zeiten. Hoffentlich.

The Marine (Unrated US-DVD)
Um's kurz zu machen: Das fetzt! John Cenas Kinodebüt ist ein rasanter Actionkracher mit durchschnittlich einer gigantischen Explosion alle 12 Minuten. Es macht keinen Unterschied, was gerade explodiert - ein Auto, ein Haus, eine Lagerhalle - jede Explosion hat Atombombenqualität. Im Prinzip ist Cenas Suche nach seiner entführten Frau eine einzige Hetzjagd, in der er sich nach und nach der Gangsterbande um Ex-Terminator Robert Patrick entledigt. Leider ist das aufgrund des PG-13-Ratings eine ziemlich blutleere Angelegenheit, aber die coolen Dialoge und die angesprochenen Giganto-Explosionen machen das mehr als wett. Robert Patrick ist als Bösewicht grandios aufgelegt und stiehlt dem talentlosen Cena die Show. Einer der Filme, die ich mir gerne auch zwei Mal hintereinander ansehen kann.
4,5 von 5

Saw 3 (Unrated US-DVD)
"Saw 3" ist eine zwiespältige Angelegenheit. Zwar gefällt mir der Film besser als Teil 2, er ist aber dennoch weit davon entfernt, "gut" zu sein. Ohne zu viel spoilern zu wollen, kann man wohl sagen, dass es sich um den letzten Teil der Geschichte um Jigsaw handelt. Der Bogen zu Teil 1 wird gut geschlagen, etwas unmotiviert erfährt man gegen Ende, dass alles ein großer Plan war, um das Leben eines weiteren Charakters in den Griff zu bekommen. Ein Großteil des Films beschäftigt sich mit einem Mann, der durch mehrere Räume kommt und dabei auf Personen trifft, die mit dem Unfalltod seines kleinen Sohnes zu tun hatten. All diese Personen wurden in fiese Fallen gesteckt und hoffen auf Vergebung und Errettung durch besagte Figur. Selbstzweckhafte, übertriebene Gewalt bestimmt die Handlung und hat mir ein paar Mal die Gesichtszüge entgleisen lassen.
2,5 von 5

Sonntag, Februar 11, 2007

Wieder mal keine Zeit

Eigentlich wollte ich letzte Woche die DVDs zu "Saw 3" und "The Marine" besprechen. Allerdings geht's in der Redaktion derzeit drunter und drüber: Zwei Leute sind im Urlaub und einer hat sich beim Golfen (nein, natürlich nicht in echt, sondern "Tiger Woods" auf der 360) einen Finger gebrochen. Das bedeutet natürlich mehr Arbeit für alle. Nebenbei versuche ich natürlich noch regelmäßig, ins Fitness-Studio zu gehen, und dann hat noch die Wohnung nach etwas Aufmerksamkeit sowie neuen Möbeln verlangt. Auch den Abschluss eines kleinen Fan-Fiction-Projekts im "He-Man"-Universum schiebe ich immer weiter vor mir her. Klar, dass da nicht viel Zeit für die Trashcorner bleibt.
Ich versuche, die beiden Reviews nächste Woche zu schreiben. Außerdem habe ich eine kleine Themenwoche eingeplant, die hoffentlich in nächster Zeit verwirklicht werden kann.