Mannomann, ich bin im Moment ganz schön rückständig, was Kino angeht. Da wollte ich mir heute abend "Fantastic Four 2" ansehen, und was sehe ich auf der Programmtafel? "Rush Hour 3" läuft auch schon. Ist völlig an mir vorbeigegangen. Kurz überlegt, welchen Film ich mir nun reinziehe (für beide hintereinander war's leider schon zu spät), dann fiel meine Wahl auf "Fantastic Four". Nein, Quatsch. Dann würde in der Überschrift ja nicht "Rush Hour" stehen! Ich fasse mich kurz: Es ist spät, und "Half Past Dead 2" wartet darauf, noch schnell in den DVD-Player geschmissen zu werden.Ich bin mit gemischten Gefühlen an die Sache rangegangen: Teil 1 fand ich damals richtig gut, Teil 2 hingegen hat mich mit müden Witzchen und fader Story ziemlich kalt gelassen. Tja, der dritte Einsatz von Jackie Chan und Chris Tucker schaltet in Sachen Drehbuch nochmal einen Gang runter. Das Script ist eigentlich nur eine müde Entschuldigung für die (gelungenen) Action-Szenen und jede Menge Klamauk. Ich würde sogar sagen, die dünne Story mit den Triaden in Paris hat man nur an den Haaren herbeigezogen, um ein fulminantes Finale auf dem Eiffelturm drehen zu können. Trotzdem wurde ich diesmal prächtig unterhalten! Im Gegensatz zu anderen Blockbustern wie etwa "Transformers" nimmt sich der Film zu keiner Zeit ernst und versucht auch nicht mehr zu sein als das, was er letztendlich ist: eine ziemlich sinnfreie Buddy-Komödie, die alleine von ihren Hauptdarstellern lebt.
Wie zu erwarten war, wird der Fan mit einer Hand voll cooler Kampfszenen und Actionsequenzen zufrieden gestellt, die zwar nicht die Güte von Chans Hongkong-Krachern erreichen, aber dennoch auf der großen Leinwand einiges hermachen. Die Gags gehen zu einem recht großen Teil auf Kosten der Franzosen (hehe, ein Film, der die Froschfresser verarscht, bekommt jedenfalls schonmal einen Sympathie-Pluspunkt von mir) und ließen mich einige Male richtig laut lachen, was mir dieses Jahr im Kino bislang noch nicht vergönnt war (ja, ich habe "Die Simpsons" gesehen!).
Fazit: Launige Action-Komödie, die zwar eher Fastfood als gute Hausmannskost ist, aber zumindest für einen Kinobesuch überraschend gut unterhält.
Wertung: 3,5 von 5

