Donnerstag, Juni 14, 2007

Auf nach Boll-ywood

Am 22. Juni darf ich mir in einer Pressevorführung das neueste Boll-Werk reinziehen: "Postal". Tja, was soll ich da nur tun? Mich vorher vollaufen lassen (wie schreibt man das eigentlich? vollaufen, voll laufen oder gar volllaufen?), das Gehirn operativ entfernen lassen, am Vorabend sämtliche Boll-Werke nacheinander reinziehen, so dass ich nichts mehr merke? Einen Holzhammer mitnehmen, um die schlimmsten Schmerzen per Schlag auf den Kopf zu betäuben? Ich weiß es nicht. Das Schlimmste ist, dass ich wohl auch noch einen Zusatztermin wahrnehmen werde, bei dem das Boll höchstpersönlich anwesend sein wird. Ich kenne mich gut genug um zu wissen, dass ich mir das auf keinen Fall entgehen lassen kann.

Falls ich überlebe, gibt's an dieser Stelle natürlich auch eine Review. Ehrensache!

Abteilung "unnützes Wissen": Der erste Google-Treffer beim Stichwort "boll" führt auf http://www.bad-boll.de/. Das ist allerdings leider keine Anti-Site, sondern die Homepage der Stadt Bad Boll.

Freitag, Juni 08, 2007

Shorties

Da ich in letzter Zeit ziemlich beschäftigt damit war, endlich die letzte "Alias"-Staffel anzuschauen, "Tomb Raider Anniversary" zu zocken und zu arbeiten (ihr wisst gar nicht, wie hässlich es sein kann, das neue "Harry Potter"-Spiel auf sämtlichen Konsolen testen zu müssen), war hier leider etwas zu viel Funkstille - das soll sich aber natürlich ändern. Wow ... das war mal 'n langer Satz!

Hier also mal wieder ein paar Kurz-Reviews.

Alias - The Final Season
Wow! "Wow" kann ich da nur sagen. Es gehört schon einiges dazu, eine in den ersten Staffeln so geile Serie dermaßen übel enden zu lassen. Ich weiß gar nicht, was mich mehr angekotzt hat: die an den Haaren herbeigezogenen Storywendungen ("Oh Gott, ich vermisse ihn so sehr." "Ihr habt ihn getötet." "Naja, vielleicht sollten wir ihn jetzt doch aus seiner einsamen Berghütte in Nepal zurückholen.") oder die überstrapazierte Wandlung von Arvin Sloane vom Guten zum Bösen, zum Guten, zum Bösen, zum Guten, zum Bösen ... Auch die Ersatzcharaktere für die schwangere Jennifer Garner und den kurzzeitig toten Michael Vartan sind eher Fremdkörper als dass sie sich in Story und Team integrieren. Tja, schade!
Wertung: 2 von 5

Buffy the Vampire Slayer - Season 8
Im Gegensatz zu "Alias" konnte sich "Buffy" gegen Ende von den immer mittelmäßiger werdenden Storylines (ich denke da vor allem an die Staffeln 4 und 5) erholen und gipfelte im siebten Jahr in einem tollen Finale.
Moment! Stand da oben nicht was von "Season 8"? Genau: Statt die Serie nach der siebten Staffel fortzusetzen, entschloss man sich viele Jahre später beim Comic-Verlag Dark Horse, unter Mitwirkung des Buffy-Erfinders Joss Whedon eine Comicreihe zu veröffentlichen, die die Serie im gewohnten Stil fortführt. Ha! Premiere: eine Comic-Besprechung! Die ersten vier Ausgaben sind erschienen, und was soll ich sagen? Fantastisch! Die Geschichten erinnern tatsächlich stark an die liebgewonnene TV-Serie und sprühen vor dem bekannten Whedon-Witz. Nur ein Beispiel: "Cage. Crossbeams. Like X's. So this all, what, means something? Three X's. Triple X. So it's either Vin Diesel or porn, neither of which is real attractive."
Die ersten vier Hefte funktionieren als mehrteiliger Season-Opener, wie man es von vielen Serien kennt. Ich kann die Reihe jedem Fan nur wärmstens empfehlen. Bin gespannt, was da noch kommt.
Wertung: 5 von 5

Dragon Tiger Gate
Hmm, die Hongkong-Adaption eines Martial-Arts-Comics ist gut besetzt, sieht fantastisch aus und kann mit netten Kampfszenen auftrumpfen. Dummerweise ist die Story so wirr erzählt, dass man sich alle fünf Minuten fragt, was man denn nun schon wieder verpasst hat. Ich kann nur mutmaßen, dass man hier den selben Fehler wie bei "Spider-Man 3" begangen hat und einfach zu viel Story in zu wenige Filmminuten quetschen wollte. Trotzdem: Alleine die beeindruckend gefilmten Kämpfe sind die Leihgebühr wert. Und eines hat der Film geschafft, was noch kein Action-Kracher vor ihm schaffte: Die auf meinem Subwoofer in einem Ring platzierten Wrestlingfiguren sind bei den ständigen, heftigen Bass-Attacken ins Zittern geraten und umgekippt. Dabei hielten sie bisher sogar Bass-Angriffen von Spektakeln wie "Bad Boys 2", "Speed", "Casino Royale" oder "X-Men 3" stand.
Wertung: 3 von 5

The Hitcher (Remake)
Viel böses hat man über das aktuelle Remake des kleinen Thriller-Meisterwerks aus den 80ern gelesen. Aber das hat mich nicht davon abgehalten, im gegenwärtigen HD-Wahn die US-HD-DVD des Films zu erstehen. Hmm ... tja, also so wirklich mitgerissen hat mich der Film nicht. So richtig enttäuscht hat er mich auch nicht. Wenn man das Original kennt, ist der 2007er-Hitcher aber einfach nur überflüssig. Blasse Charaktere und ein nachteilig abgeändertes Drehbuch(daran ändert sich auch durch den kleinen Twist ... oder eher Ruck ... in der berüchtigten Truck-Szene nichts) reißen das Werk ziemlich runter. Einzig Sean Bean in der Rutger-Hauer-Rolle hat mich etwas beeindruckt. Wer die Wahl hat, ob Original oder Remake, sollte zum Original greifen. Ich bin ja gelegentlich ein Kostverächter, der Remakes wegen des moderneren Aussehens oder der besseren Technik bevorzugt (z.B. "Texas Chainsaw Massacre" oder - ja, ich gestehe - den im Vergleich zum Original wesentlich kurzweiligeren "Dawn of the Dead"). Aber in diesem Fall gebe ich trotz erhöhtem Gore-Faktor dem wesentlich temporeicheren und bedrückenderen Original den Vorzug.
Wertung: 1,5 von 5

Oh, und noch was zur "Transformers"-Verschiebung: Die tangiert mich nur peripher, weil ich, wie's der Zufall so will, dieses Jahr zur E3 nach Los Angeles fliegen werde. Das bedeutet, ich werde mir den Popcorn-Film des Jahres wohl schon am 7.7. ansehen! Muahahahahaha!

Dienstag, Mai 22, 2007

Katastrophe: Transformers verschoben!

Wie ich gerade erfahre, hat Universal den deutschen Starttermin von Transformers auf den 2. August verlegt. Ursprünglich sollte der Film am 4. Juli anlaufen.

Und dabei hatte ich mich so drauf gefreut! :(


Pirates of the Caribbean - Am Ende der Welt

So, dann wollen wir mal. "Pirates of the Caribbean" war ein schöner, unterhaltsamer Abenteuerfilm, der vor allem dank Johnny Depps Charakter Jack Sparrow nicht langweilig wurde. Teil 2 hingegen ödete durch zahlreiche Durchhänger, zu "episch" angelegte, sich selbst zu ernst nehmende Story und die viel zu lange Spieldauer an. Da hätte man locker 45 Minuten rauskürzen können und hätte einen netten Film gehabt. Nun geht's also an den dritten Teil, der direkt an das ärgerlich offene Ende des zweiten Films, das keinerlei Handlungsstränge zu Ende führte, anschließt. Erinnert mich irgendwie an Teil 2 und 3 der "Matrix"-Reihe. Aber so schlimm wird's dann hoffentlich doch nicht werden. Oder?

Wir erinnern uns: Jack Sparrow wurde vom Kraken gefressen, die East India Trading Company hat das Herz von Davey Jones in die Finger bekommen, und die übrig gebliebenen Piraten versuchen, Jack mit Hilfe einer Zauberin wieder zum Leben zu erwecken. Die hat in weiser Voraussicht gleich einen neuen Captain aus dem Jenseits gerufen: Barbossa. Teil 3 beginnt in Singapur, wo Barbossa, Elizabeth und Will sich mit dem Piratenfürsten Sao Feng treffen. Sie wollen erfahren, wie man ans Ende der Welt reist. Nur so können sie Jack zurück holen. Nach einem Scharmützel, das lediglich dazu dient, gleich am Anfang etwas Action einzubringen, werden dann auch die Segel gesetzt, und man stürzt sich wortwörtlich über das Ende der Welt, um in Davey Jones' Locker auf Jack zu treffen. Der ist auf der Black Pearl mitten in einer Salzwüste gefangen und halluziniert sich eine Crew aus lauter Jack Sparrows zusammen. Schließlich schafft er es, den Kahn in Gang zu bringen und trifft am Strand auf seine Freunde. Sehr schöner Auftritt wieder mal, untermalt vom bekannten "Pirates"-Thema. Man rauft sich zusammen, um wieder ins Diesseits zu gelangen. Dabei kommt es zu einer Art Wettstreit zwischen Jack und Barbossa, die beide den Posten des Captains für sich beanspruchen. Wieder zurück, will man endlich Davey Jones den Garaus machen, indem man einen Dolch durch sein Herz sticht. Das Dumme daran: Derjenige, der das tut, tritt Jones' Stelle als Captain der Flying Dutchman an und kann nur einmal alle 10 Jahre Land betreten. Da Jones sich aber mit der East India Trading Company verbündet hat, beruft man ein Treffen aller neun Piratenfürsten ein, um sich gemeinsam der gewaltigen Flotte entgegenzustellen. Man einigt sich außerdem darauf, die Meeresgöttin Calypso, der man vor vielen Jahren eine menschliche Form aufgezwungen hatte, und die eine Affäre mit Davey Jones hatte, zu entfesseln. Nach einigen Wirren, Längen, unnötigen Handlungssträngen und knapp 140 Minuten Laufzeit folgt dann auch endlich das bombastisch inszenierte Finale und die etwas konstruiert wirkende Auflösung der Geschichte.
Eins muss man sagen: Optisch ist der Film eine Wucht! Besonders das Finale mit der grandiosen Schlacht inmitten eines Strudels (kennt man aus den Trailern) ist tricktechnisch und choreografisch so gut inszeniert, dass es beinahe für die vielen langatmigen Stellen entschädigt, die man bis dahin ertragen musste. Und damit sind wir auch schon beim großen Fehler des Films angekommen: 170 Minuten sind einfach zuviel für eine schwachbrüstige Story wie sie "Pirates 3" auffährt. Mit aller Gewalt wollte man scheinbar aus dem dünnen Drehbuch einen Zweiteiler machen, ähnlich wie bei der eingangs schon erwähnten "Matrix"-Trilogie. Und das, was bei "Matrix" schief ging, geht auch bei den Piraten schief: Die Filme wollen zwar episch sein, scheitern aber an der gedehnten Story, die man locker auch in einem einzigen 150-Minuten-Werk hätte abhandeln können. Trotzdem gefällt mir Teil 3 der Saga besser als der unsägliche zweite Teil, der trotz seiner Bildgewalt einfach nur zum Einschlafen war. Das liegt an den gut aufgelegten Darstellern, dem erhöhten Action-Anteil und nicht zuletzt einigen wunderschönen Einfällen wie dem Treffen auf einer schmalen Landzunge, bei dem Komponist Hans Zimmer dem großen Ennio Morricone huldigen darf. Trotz der zunächst tragisch und endgültig scheinenden Auflösung (na, wer darf wohl an die Stelle von Davey Jones treten?) hält man sich allerdings das Hintertürchen für eine Fortsetzung offen. Solange man sich dabei wieder auf die Qualitäten des guten ersten Teils besinnt, bin ich dabei!

Wie wirken Teil 2 und 3, wenn man sie als einen einzigen Film betrachtet? Ich weiß, ich wiederhole mich, aber: Immer noch zu lang! Zwar steigt der zweite Teil etwas in meiner Gunst, aber ich bleibe dabei, dass es völlig unnötig war, zwei Filme aus der Geschichte zu machen. Da können auch die Darsteller und gut inszenierten Action-Einlagen nichts dran ändern. Sozusagen das Gegenteil von "Spider-Man 3", der inhaltlich eigentlich drei Filme hätte sein können.

Fazit: Netter Abschluss (?) der Reihe, der inhaltlich so leer ist, wie Jacks Rumflaschen. Etwas besser als Teil 2.

Wertung: 3 von 5

Sonntag, Mai 20, 2007

"Jack ist tot. Nenn mich einfach ... Joker!"

Bin gerade über zwei Web-Adressen gestolpert, die zum Marketing für den kommenden "Batman"-Film "The Dark Knight" gehören. Zuerst folgende Adresse besuchen:
http://ibelieveinharveydent.warnerbros.com/

Anschließend mal auf diese Adresse gehen und einen Augenblick warten:
http://www.ibelieveinharveydenttoo.com/

Das Bild, das Pixel für Pixel enthüllt wird, scheint der erste Blick auf den Joker zu sein, der diesmal von Heath Ledger gespielt wird.

Am Montag gibt's übrigens eine Review zu einem Film, den ich mir um 10:00 Uhr ansehen werde ... sofern mich der Fluch der Karibik nicht trifft! ;)