
Film-Reviews ohne Rücksicht auf Verluste und Anspruch: Angesehen wird (fast) alles - von Trash bis Mainstream. Ganz nach dem Motto "Gut ist, was mir gefällt". Die hier geäußerten Kommentare sind rein privater Natur und entsprechen nicht der Meinung von GamePro oder dem IDG Verlag.
Montag, Januar 28, 2008
Seagalogie - Eine Wissenschaft für sich

Mittwoch, Januar 02, 2008
Das war 2007
Dafür werde ich jetzt mal meine Tops und Flops zusammensuchen. Ich habe natürlich nicht alles gesehen, was gelaufen ist. Manche Kinofilme tauchen auch erst in meiner DVD-Top-10 auf. Besonders bei den Leinwand-Epen war es schwierig, überhaupt 10 einigermaßen gute Werke zu finden
Kino-Tops
1. Rocky Balboa (Stallones großartiges Comeback)
2. Stirb langsam 4.0 (McClanes großartiges Comeback)
3. Teenage Mutant Ninja Turtles (Cowabunga!)
4. 28 Weeks Later (spannende Fortsetzung, die den Erstling übertrifft)
5. Shoot 'em Up (unglaublich unterhaltsame Dauer-Action)
6. Shooter (bodenständige Action wie früher)
7. Die Legende von Beowulf (3D! Woohoo!)
8. Hitman (gelungene Spiele-Verfilmung)
9. 300 (überdrehte, unrealistische Geschichtsstunde mit hohem Unterhaltungswert)
10. Rush Hour 3 (fand ich im Kino gut, ich befürchte aber, dass sich ein 2. Mal nicht lohnt)
Kino-Flops
1. Postal (oh Gott... alleine die Erinnerung schmerzt)
2. Pathfinder (konfuser Mist mit peinlicher Stock-Footage-Lawine)
3. The Hills Have Eyes 2 (was hat dieses... Ding... im Kino verloren?)
4. Spider-Man 3 (überladene, miese Comic-Adaption)
5. Fluch der Karibik 3 (überladene, miese Geldmaschine)
6. Planet Terror (einfach nur öde und peinlich)
7. Resident Evil: Extinction (einfach nur öde)
8. Transformers (Action top, alles andere mehr als flop!)
9. Die Simpsons (nur 3x geschmunzelt)
10. Ghost Rider (zu zäh, aber nette Effekte)
DVD-Tops
1. Heroes: Season 1 (Superhelden mal anders: super!)
2. Blade Runner Final Cut (faszinierender, zeitloser Film)
3. Prison Break: Season 1 (einfach spannend)
4. Hatchet (hirnloser Fun-Splatter mit unglaublich viel Gekröse)
5. The Condemned (nette Action mit aufgesetzter Moral)
6. Troja: Director's Cut (aus der Reihe: wie mache ich aus Mittelmaß einen guten Film)
7. Lucky # Slevin (macht Spaß, warum kam der nicht ins Kino?)
8. Wrong Turn 2 (hirnloser Fun-Splatter mit viel Gekröse)
9. Payback: Director's Cut (der Kino-Cut gefällt mir besser, aber diese Version hat auch was)
10. Fantastic Four 2 (dumpfbackiges Effekt-Spektakel ohne zu viel Leerlauf)
DVD-Flops
1. Blood Rayne 2 (Argh! Ist das überhaupt ein Film?)
2. Hostel 2 (keinen Deut besser als der erste Teil)
3. Death Proof (laaaangweilig!)
4. Texas Chainsaw Massacre: The Beginning (hirnloses, menschenverachtendes Gesplatter)
5. Saw 3 (siehe oben)
6. The Hitcher (wenn 2007 ein Remake überflüssig war, dann dieses)
7. Attack Force (oder eine andere, x-beliebige Steven-Seagal-Direct-to-Video-Einschlafhilfe)
8. Highlander: The Search for Vengeance (viele verschenkte Möglichkeiten)
9. Plane Dead (hirnlos, storylos, trostlos)
10. Prison Break: Season 2 (aus der Reihe: wie kann man eine gute Serie ins Mittelmaß reißen)
Ohne Vollständigkeits-Anspruch! Kann durchaus sein, dass ich irgendwo irgendwas vergessen habe.
Sonntag, Dezember 23, 2007
Weihnachtspause ("Sag's mit Steven!")
Zur Erholung gibt's nix besseres als einen ausgedehnten Urlaub bei den Eltern. Über die Feiertage wird man lecker bekocht, die Fettpolster wachsen wieder, und man kann sich direkt auf die nächsten Besuche im Fitness-Studio freuen.
Außerdem kann ich mich endlich mal wieder ungestört den ganzen Spielen widmen, die ich wegen Zeitmangel lediglich angefangen habe (ich muss immer noch Crackdown durchspielen!). Ebenfalls wichtig: Endlich mal lernen, richtig Guitar Hero zu spielen. Easy ist kein Problem, aber ab Medium komme ich immer in ernsthafte Koordinationsschwierigkeiten ("Argh, den KLEINEN Finger bewegen, nicht den Zeigefinger!"). Kann doch nicht so schwer sein!
Vielleicht kann ich mich aber zwischenzeitlich dazu durchringen, noch eine Review zu "Aliens vs. Predator 2" (oder heißt er doch "Aliens vs. Predator: Requiem"?) zu schreiben. Dass es keine Pressevorführung gab, ist allerdings kein gutes Zeichen. Naja, wird schon gut unterhalten!

So, und nun frohe Weihnachten, schöne Feiertage und einen guten Rutsch ins neue Jahr! :)
Freitag, Dezember 14, 2007
National Treasure 2: Book of Secrets

Wie schon erwähnt: "National Treasure 2" ... äh, ich meine natürlich "Das Vermächtnis des geheimen Buches" (brrrr) funktioniert exakt nach dem Muster des Vorgängers. Das Team findet Hinweise, wird mit Gegenspielern konfrontiert ist auf der Flucht vor dem Gesetz und darf sich zum Schluss in einer schicken Ruine austoben, die an einem unglaubwürdigen Ort versteckt ist. Der Unterschied ist, dass Ben Gates diesmal bei seiner Schnitzeljagd die USA verlassen darf: Nicolas Cage führt seine miese Perücke auch in Paris und London spazieren. Was mich diesmal wirklich überrascht hat, war der fehlende Nervfaktor "Diane Krüger". Im ersten Teil war sie weder in der deutschen Synchro noch im Original zu ertragen. Diesmal allerdings klingt sie beinahe amerikanisch (der Film lief im O-Ton)! Bleibt abzuwarten, ob sie diese Beinahe-Natürlichkeit auch in der deutschen Fassung rüberbringt, wenn sie sich erwartungsgemäß wieder selbst vertont. Angesichts der großen Namen bleiben peinliche Darbietungen aus, selbst Jon Voight zeigt mal wieder etwas Spielfreude. Nur Nicolas Cages Perücke führt immer wieder zu einem fiesen Stechen in den Augen.
Alles in Allem unterhaltsamer und rasanter als der erste Teil, dafür aber voller Ungereimtheiten. Warum erklärt der Präsident den FBI-Beamten nicht, dass Ben nur mit ihm geplaudert hat? Wie kommt die Truppe in Sekundenschnelle aus den USA nach Paris und von dort nach London? Warum warten die Bösewichte nicht einfach bis zum Schluss, sondern greifen immer wieder störend in Bens Schnitzeljagd ein? Und wer ist für diese verdammte Perücke verantwortlich?
Kinostart: 24. Januar 2008
Fazit: Ideal zum einmal Anschauen und Spaß haben ... aber bitte nur am ermäßigten Kinotag!
Wertung: 3 von 5 Perücken
Sonntag, November 25, 2007
Review: Hitman - Jeder stirbt alleine (Kino)

Mehr will ich jetzt zur Geschichte gar nicht sagen, da das schon zu viel vom nicht gar so prallen Plot verraten würde. Und ich will ja niemandem den Kinobesuch versauen. Den ist der schicke Actionthriller nämlich auf jeden Fall wert.
Wenn uns jemand gezeigt hat, dass Spiele-Verfilmungen so schlecht sein können, dass sie Magenkrämpfe und Schweissausbrüche hervorrufen, dann Uwe Boll (war doch klar, dass der Name hier fallen würde!). Boll hat eine Zeit lang in Interviews immer wieder betont, dass er gerne einen "Hitman"-Film machen würde, letztendlich hat Hersteller Eidos die Lizenz aber heimlich, still und leise an 20th Century Fox verkauft. Ich glaube, mich zu erinnern, dass der Boll-Meister ziemlich stinkig war, als er das erfahren hat. Ich kann nur sagen: "Glück gehabt!" ;-)
Ebenfalls Glück hatten wir, dass nicht wie ursprünglich geplant Vin Diesel in die Rolle des Profikillers geschlüpft ist. Timothy Olyphant macht seine Sache erstaunlich gut, auch wenn sein Babyface erstmal gewöhnungsbedürftig ist. Er bringt die Gefühlskälte und Gleichgültigkeit des Killers gut rüber und macht sich auch in den Actionszenen gar nicht mal so schlecht. Vor allem ein Schwertkampf gegen einige weitere Glatzenkiller hat mich ziemlich beeindruckt. Obwohl mir Jason Statham doch irgendwie lieber gewesen wäre. Aber man kann nicht alles haben!
Ja, ihr merkt schon: Der Film nimmt es nicht zu genau mit der Vorlage. Schwertkampf und Explosionen gehören nicht zu den üblichen Vorgehensweisen des Videospiel-Hitman. Dabei wurde zum Glück auf die berüchtigte Wackelkamera aktueller Actionfilme verzichtet, und viele Szenen wirken schön altmodisch (will heißen: handgemacht). Auch die Vorgeschichte wurde etwas abgeändert: 47 ist nicht länger ein Klon, sondern wurde als Kind von einer mysteriösen Organisation zum Profikiller ausgebildet. Und falls ihr Fans des wortkargen, gefühlskalten Spiele-Vorbilds seid, dürfte die Zeugin, die sich an die Seite von 47 stellt, ein unangenehmes Gefühl in eurer Magengegend hervorrufen. 47 darf einfach nicht Teil einer dusseligen Liebesgeschichte werden! Wird er auch nicht. Die hübsche Russin weckt zwar unbekannte Gefühle in ihm, aber es kommt nicht zur befürchteten Romanze. Eine Szene ist in dem Zusammenhang ganz witzig: Sie versucht, ihn auf dem Bett zu verführen, 47 verzieht schon ganz komisch das Gesicht, ist kurz davor, Gefühle zu zeigen, und schickt sie mit einem kurzen Schlag ins Reich der Träume. Sehr schön.
Die Veränderungen gegenüber der Vorlage mögen Hardcore-Fans (gibt's die?) sauer aufstoßen, waren meiner Meinung nach aber nicht verkehrt. Ich weiß nicht, ob ein Film, in dem sich der ;iller von Auftrag zu Auftrag mordet und dabei immer schön unauffällig vorgeht, funktioniert hätte. Das, was am 13. Dezember im Kino anläuft, bietet jedenfalls eine schöne Mischung aus Motiven des Spiels und publikumswirksamer Action. Ich würde mich über eine Fortsetzung freuen. Aber hey, ich bin ja auch nur ein dumpfbackiger Wrestling- und Actionfiguren-Fan (Insider!) ;-)
Fazit: Gelungene Spiele-Verfilmung, die ich qualitativ gleich hinter meinem Genre-Spitzenreiter "Silent Hill" einordnen würde. Auch für Nichtkenner der Vorlage geeignet.
Wertung: 4 von 5