Montag, August 14, 2006

Review: Superman - Der Film


"You will believe that a man can fly" lautete der Werbespruch zur aufwändigen "Superman"-Verfilmung Ende der 70er. Und tatsächlich: Die Flug-Effekte waren damals etwas noch nie Dagewesenes und wirkten sehr überzeugend. Und das tun sie stellenweise auch heute noch!

Die Handlung in der superkurzen Schnell-Version: Der Film beginnt auf dem Planeten Krypton, wo Marlon Brando als Jor-El drei Verbrecher zu einer lebenslangen Haft in der "Phantom-Zone" verdammt. Dabei handelt es sich um eine Scheibe, in die die Verurteilten eingeschlossen werden, um auf ewig durch das Weltall zu irren. Ohne Chance auf Freilassung. Darauf kommen wir aber im Review zu "Superman 2 - Allein gegen alle" noch einmal zu sprechen. Jor-El ist fest davon überzeugt, dass der Planet Krypton in naher Zukunft explodieren wird. Der Rat erlaubt es ihm nicht, den Planeten zu verlassen, da man eine Massenpanik befürchtet. Doch Jor-El schickt seinen kleinen Sohn, Kal-El, mit einem kleinen Raumschiff in Richtung Erde. Kurz darauf explodiert Krypton tatsächlich.
Auf der Erde angekommen, wird Kal-El vom Ehepaar Kent adoptiert und als Clark Kent aufgezogen. Nach dem Tod seines Adoptivvaters zieht es Clark in Richtung Nordpol, wo er mittels eines geheimnisvollen kristalls alles über seine wahre Herkunft erfährt. Anschließend nimmt er in Metropolis einen Job als Reporter an und kämpft in seiner geheimen Identität als Superman gegen das Verbrechen. Dabei trifft er auf das kriminelle Genie Lex Luthor (ein genial aufgelegter Gene Hackman), der alles daran setzt, Superman zu vernichten, um seinen Plan von der Vernichtung Kaliforniens in die Tat umzusetzen.

"Superman" war früher einer meiner Lieblingsfilme. Das Ding lief dank Betamax-Videorekorder rauf und runter und machte meine Eltern fast wahnsinnig. "Superman" war auch mein Einstieg in die Welt der Superhelden-Comics. Ich musste nämlich alles haben, worin der fliegende Typ im Strampelanzug vorkam. Leider änderte sich durch die Comics, die ich irgendwann regelmäßig las, meine Einstellung zum Film. Da Richard Donners tricktechnisch unglaubliche Verfilmung des Stoffes eher bodenständig war und keine Superschurken aufbot, begann ich, den Film nicht mehr gar so toll zu finden. War Lex Luthor in den Comics ein Erzschurke mit einem mächtigen Kampfanzug, der Superman auch mal zum Duell forderte, umgab sich die Filmversion mit zwei unfähigen Angestellten und war selbst trotz seiner wahnwitzigen Pläne auch eher eine Witzfigur. Dann fiel mir sogar auf, dass die Stadt Metropolis eigentlich nur New York, sogar inklusive der Freiheitsstatue, war.

Heute sehe ich das zwar nicht mehr so eng, aber wirklich Spaß habe ich nur bis zu der Stelle, als Superman sich der Öffentlichkeit präsentiert. Danach will der Film nicht mehr so recht passen. Neben dem verfälschten Lex Luthor stört mich auch die Tatsache, dass Superman den Clark nur spielt und die Verkleidung als trotteliger Reporter eigentlich hasst. Sicher, als der Film in die Kinos kam, war das offizieller Kanon. Doch wenn man heute in ein Superman-Comic schaut, merkt man, dass Clark die eigentliche Persönlichkeit des Helden vom Krypton ist. Clark verkleidet sich im Comic als Superman, während Superman sich im Film als Clark verkleidet! Dummerweise hat Bryan Singer diese (in der heutigen Zeit) falsche Interpretation von Superman/ Clark Kent in seinen "Superman Returns" übernommen. Aber dazu kommen wir am Mittwoch oder Donnerstag noch!

Das hört sich jetzt alles ziemlich negativ an, aber "Superman - Der Film" funktioniert für den "Normalo-Zuschauer", der keine Comics liest und die Serie "Smallville" nicht verfolgt, auch heute noch prima. Vor allem der grandiose Soundtrack von John Williams macht den Film immer noch zu einem Erlebnis.

Fazit: Die erste große Comic-Verfilmung des von "Star Wars" geprägten modernen Kinos ist auch heute noch ein toller Film - allerdings stoßen die Änderungen der ursprünglichen Comic-Charaktere und der Hang zur Komik etwas bitter auf.

Wertung: 4 von 5

Kommentare:

  1. Hab mich scho auf nen Superman Returns Review gefreut gehabt;)

    Is mir bis jetzt noch nicht aufgefallen, dass das New York ist. Den Film hab ich aber auch das letzte ma vor etlichen Jahren mal gesehen.

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  2. Arthur Spooner6:55 nachm.

    Irgendwie kann ich mit den Superman Filmen nicht so recht was anfangen. Werde den Filmen aber nochmal eine Chance geben wenn die Collection raus kommt. Den neuen Film werde ich Donnerstag schauen, bin gespannt wie der ist.

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